Über den Schlauchrand

Die Jugend des ASB Bad Kreuznach nahm sich einen ganzen Tag Zeit, um einen Blick auf die Arbeit der Feuerwehr zu werfen.

„Erstes Rohr, Wasser marsch!" Für die Mitglieder der Arbeiter-Samariter-Jugend, kurz ASJ genannt, war dies ein ungewohnter Befehl, dennoch machten sie sich mit wahrem Feuereifer an die Arbeit. Erst vor wenigen Monaten gegründet, führten die Jugendlichen und ihre Betreuer an einem Samstag Ende März bei strahlendem Sonnenschein ihren ersten ASJ-Tag durch, der so (oder ähnlich) auch im weiteren Verlauf des Jahres einmal im Quartal stattfinden wird. Thema diesmal war die (Freiwillige) Feuerwehr, um den angehenden Katastrophenschützern einen Blick über ihr eigentliches Aufgabengebiet – die sanitätsdienstliche Versorgung von Patienten – hinaus zu ermöglichen. In vielen Einsätzen, insbesondere aber bei Großschadenslagen, arbeiten die Freiwilligen der Sanitätseinheiten mit den Kameraden aus den Feuerwehren schließlich eng zusammen.

Das Gelände der Grundschule in Pfaffen-Schwabenheim wurde zum Übungsplatz der ASJ aus Bad Kreuznach, wo Ausbilder Matthias Plautz - Notfallsanitäter im Rettungsdienst des ASB und selbst aktiver Feuerwehrmann – den Jugendlichen die Möglichkeit bot, einen Blick auf die Aufgabengebiete der Feuerwehr zu werfen. Es blieb indes nicht bei erklärenden Worten oder bei der Erkundung eines Löschfahrzeuges mit den Augen, vielmehr konnten die Jugendlichen selbst anpacken und die verschiedenen Geräte unter Anleitung direkt ausprobieren. So wurde etwa eine Steckleiter aufgestellt und wer den Mut besaß, konnte unter Beweis stellen, dass Höhenangst ihm oder ihr ein Fremdwort war.

Intensiv wurde auch das Kerngeschäft der Feuerwehr unter die Lupe genommen: Das Löschen. Die ASJ'ler legten daher die vertrauten Verbände und Tragen aus der Hand, um stattdessen nach Schläuchen und Strahlrohren zu greifen. Ob mit Wasser oder Schaum, die Jugendlichen testeten der Reihe nach und mit Unterstützung der aktiven Wehr aus Pfaffen-Schwabenheim die Löschtechniken der Feuerwehr. Es verstand sich nahezu von selbst, dass bei diesem Thema das Anlegen einer Atemschutzmaske samt zugehöriger Flasche nicht fehlen durfte.

Neben der Feuerbekämpfung spielte auch die Technische Hilfe (TH) eine wichtige Rolle. Zum einen steht sie inzwischen auf dem ersten Platz in der Einsatzstatistik, zum anderen kommt es auf diesem Feld meist zur unmittelbarsten Zusammenarbeit zwischen Sanitätern und Feuerwehrleuten. An Schere und Spreizer - Gerätschaften um eingeklemmte Personen aus verunfallten Fahrzeugen zu befreien - prüften die ASJ'ler ihre Geschicklichkeit und Kraft, als sie rohe Eier von einem Pylonen zum anderen transportierten. Keine leichte Aufgabe, wenn das Arbeitsgerät eigentlich dazu gedacht ist, Stahl zu verbiegen.

Am Ende dieses langen Samstags waren die ASJ'ler und ihre Betreuer zwar noch immer hoch motiviert, doch ebenso erschöpft. Das begeisterte Feedback ließ indes keine Zweifel darüber aufkommen, dass die Übung allen Beteiligten sehr viel Spaß gemacht hatte. Der nächste ASJ-Tag kann also kommen!

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