Nächste Qualifikationsstufe erreicht: Sanitäter

Beim Sanitätsdienstlehrgang des ASB Bad Kreuznach absolvierten alle Teilnehmer mit Erfolg die Abschlussprüfung.

  • Eindrücke aus dem Sanitätsdienstlehrgang.
    Foto: ASB/F.Klamt
  • Alle Teilnehmer haben bestanden!
    Foto: ASB/M.Koch
  • Praktische Ausbildung zum Thema Brandverletzung.
    Foto: ASB/F.Klamt

Sichtlich stolz nahmen die insgesamt elf Teilnehmer des Sanitätsdienstlehrgangs beim ASB Bad Kreuznach nach bestandener Prüfung die neuen Rückenschilder für ihre Einsatzjacken entgegen. Darauf geschrieben in roter Schrift auf gelbem Grund: Katastrophenschutz-Sanitäter.

Über fünf Tage hinweg, vom 3. bis 7. Juli, vermittelte Ausbilder Matthias Plautz den Teilnehmern in Theorie und Praxis das notwendige Handwerkszeug, um nicht nur im realen Einsatz, sondern auch vor der vierköpfigen Prüfungskommission erfolgreich bestehen zu können. Diese bestand neben Matthias Plautz selbst aus seinem Ausbilderkollegen Stephan Ernst, Jürgen Lehmann als Vertreter des ASB Landesverbands sowie Dr. Christoph Peitz als Prüfungsarzt. Nach einem schriftlichen Test galt es für die Prüflinge, die zuvor erworbenen Fähigkeiten in zwei praktischen Fallbeispielen unter Beweis zu stellen. Zunächst als Einzelmaßnahme, da etwa eine Infusion angereicht oder eine Injektionsspritze fachgerecht vorbereitet werden musste. Im Anschluss folgte sodann die Prüfung im Team. Stets zu zweit wurden die Lehrgangsteilnehmer mit einer realitätsnahen Notfallsituation konfrontiert, wie sie im Rahmen eines Sanitätsdienstes bei einer Großveranstaltung tatsächlich auftreten könnte. Zu nennen wären hier beispielsweise ein Schlaganfall oder eine lebensgefährliche Blutung am Arm. Die Aufgabe lautete, die Erstversorgung des Patienten sicher zu stellen, die Vitalzeichen zu kontrollieren und zu überwachen sowie die Übergabe an den Rettungsdienst durchzuführen. In nur wenigen Minuten wurde den Teilnehmern somit das gesamte erlernte Wissen abverlangt. Eine Herausforderung, die alle Teams erfolgreich meistern konnten.

Der Sanitätsdienstlehrgang baut unmittelbar auf dem Sanitätshelferlehrgang auf und stellt damit die nächste Qualifikationsstufe für die ehrenamtlich aktiven Mitglieder der ASB-Rettungshundestaffel und der Schnelleinsatzgruppe des Landkreis Bad Kreuznach dar. Erklärtes Ziel des Lehrgangs ist, die Teilnehmer zu befähigen, mit der Ausstattung eines Krankentransportwagens (KTW) sicher und fachlich kompetent arbeiten zu können. „Im Katastrophenfall können die Sanitäter einen KTW besetzen, um etwa den Transport von Patienten von der Unfallstelle ins Krankenhaus zu übernehmen. Ebenso sind sie als Truppführer einer Sanitätseinheit einsetzbar", erläutert Matthias Plautz. Darüber hinaus befähigt der Lehrgang die Teilnehmer aber auch, mit den entsprechenden Ausbilderscheinen selbst einmal Sanitätshelfer zu unterweisen.

Für Ausbilder Matthias Plautz war dies der erste Sanitätsdienstlehrgang, nachdem er zuvor mehrere Sanitätshelferlehrgänge für den ASB Bad Kreuznach durchgeführt hatte und einige seiner Schüler daher bereits zum zweiten Mal vor sich sitzen sah. Die Teilnehmer ließen indes keine Zweifel darüber offen, dass sie mit dem Kursverlauf und der Unterrichtsmethodik sehr zufrieden waren und bedankten sich nicht nur mit Worten sondern auch einem kleinen Präsent bei ihrem Ausbilder.

Ausbildungsleiter Yasin Yildiz bedankte sich bei allen Beteiligten, die den Lehrgang zum Erfolg geführt haben. Insbesondere aber bei den Teilnehmern selbst: „Ihr habt heute mit eurem Engagement das Ehrenamt im ASB und damit den Katastrophenschutz des Landkreises wieder einen Schritt nach vorne gebracht!"