18. August 2018

Vom Flüchtling zum Sanitätshelfer

Neun Teilnehmende des Projekts „Fit für den Job" des ASB KV Worms/Alzey bestehen Prüfung zum Sanitätshelfer.

Der Lehrgang machte allen Beteiligten viel Spaß.

Foto: ASB/G.Bartsch

Für Einige war es der erste Schritt in Richtung ihres Wunschberufs. So will Aida A. Gesundheits- und Krankenpflegerin werden und beginnt bereits im nächsten Monat ein Freiwilliges Soziales Jahr im Klinikum Worms. Oder Nezar K., der im Anschluss an „Fit für den Job" seinen Bundesfreiwilligendienst im Rettungsdienst des ASB in Worms ableisten wird. Auch Mohamad A. strebt einen Beruf im Gesundheitswesen an.

Vom 11. bis 21. Juli vermittelte Lehrgangsleiter Florian Klamt, hauptamtlich beim ASB KV Bad Kreuznach aktiv, mit tatkräftiger Unterstützung durch Marika Malecore, die derzeit ihren Bundesfreiwilligendienst absolviert, an insgesamt sieben Tagen das nötige Fachwissen für die zukünftigen Sanitätshelfer.

Der Sanitätshelferlehrgang (SHL) entspricht der ersten Qualifikationsstufe im Sanitätsdienst und umfasst inhaltlich ein breit gefächertes Spektrum an Themen, um am Unfallort die wichtigsten Erstmaßnahmen bis zum Eintreffen der Rettungskräfte durchführen zu können. Neben Theorieeinheiten u. a. zu den Themen Anatomie, Atmung, Herz-Kreislauf-System und dem Vorgehen nach Schemata - die so auch im Rettungsdienst verwendet werden -, wurde in der Praxis das richtige Verhalten am Unfallort, die Beatmung mit dem Beatmungsbeutel und die Herz-Lungen-Wiederbelebung geübt. Einfache assistierende Maßnahmen mit medizinischem Gerät wie Puls-, Blutdruck- oder Blutzucker-Messung, der Umgang mit der Trage und das Anlegen einer Halskrause wurden erlernt und in Fallbeispielen trainiert. Eine Menge Stoff, den sich die Teilnehmer in kurzer Zeit aneignen mussten.

Für die Praxis gilt: Üben, üben, üben. Und üben!

Foto: ASB/G.Bartsch

Prüfung in Theorie und Praxis

Am Ende fand die schriftliche und praktische Prüfung statt. Zunächst hieß es, den theoretischen Teil zu bestehen, bevor es dann zur Praxis überging. Hier mussten die Teilnehmenden der Prüfungskommission - Frau Dr. Astrid Christmann (Prüfungsärztin, Notärztin), Stephan Ernst (Fachprüfer, Notfallsanitäter) und Florian Klamt (Beisitzer und Lehrgangsleiter) - zeigen, dass sie das erlernte Wissen tatsächlich anwenden können. Zunächst musste jeder eine Erste-Hilfe-Basismaßnahme wie das Versorgen einer Brandwunde, das Anlegen eines Druckverbandes oder die stabile Seitenlage korrekt ausführen. Im Anschluss folgte jeweils ein realitätsnahes Fallbeispiel, das im Zweierteam bearbeitet wurde. Hier mussten beispielsweise eine Skateboard-Fahrerin, die gestürzt war und sich dabei Schürfwunden zuzog oder eine Person, die einen Asthmaanfall erlitt, versorgt werden.

Die anfängliche Nervosität wich der Erleichterung und Freude, als die Ergebnisse schließlich bekanntgegeben wurden. Alle Kursteilnehmer - neben den jungen Menschen aus „Fit für den Job" nahmen noch zwei weitere Freiwillige aus dem Kreisverband Bad Kreuznach teil - meisterten die ihnen gestellten Aufgaben und dürfen sich nun „Sanitätshelfer" nennen.

Lehrgangsleiter Florian Klamt zeigte sich mit der erbrachten Leistung mehr als nur zufrieden.

Das Feedback der Teilnehmenden war durchweg positiv: Für sie war der Lehrgang spannend und abwechslungsreich, sie haben viel gelernt und fühlen sich nun gut vorbereitet, im Notfall zu helfen.

Gertrud Bartsch, Projektleiterin von „Fit für den Job", bedankt sich für die professionelle und erfolgreiche Durchführung des Kurses bei Florian Klamt und seiner Helferin Marika Malecore und gratuliert den neuen Sanitätshelfern zur bestandenen Prüfung ganz herzlich.