23. April 2020

Helfer in der Not - Lehrgangsabschluss

Dreizehn Samariterinnen und Samariter qualifizieren sich als Helfer für den Katastrophenschutz.

Einmal mit Grimasse bitte! Die Lehrgangsteilnehmer und ihre Ausbilder. (Aufnahme v. Anfang März 2020)

Foto: ASB Bad Kreuznach

In der Not zu helfen – so lautet die Kernaufgabe des Katastrophenschutzes. Für die Helferinnen und Helfer umfasst ihr Engagement jedoch noch weit mehr als das. Denn das Ehrenamt bietet eine aus eigenem Antrieb gewählte Aufgabe, die Zeit mit Sinn und einen selbst - zu Recht - mit Stolz erfüllen kann. Dahinter steht keine Notwendigkeit, etwa um Geld zu verdienen, sondern allein die persönliche Entscheidung, für etwas einstehen zu wollen. Dieses Ehrenamt darüber hinaus mit anderen Menschen zu teilen, gemeinsame Ziele zu verfolgen und mitunter gar Freundschaften zu finden, trägt ebenso bedeutend zur Motivation bei.

Im Landkreis Bad Kreuznach ist der ASB mit zwei Facheinheiten im Katastrophenschutz aktiv: Mit einer Rettungshundestaffel sowie einer Schnelleinsatzgruppe. Und gleich in welcher Facheinheit sich die Helferinnen und Helfer nun auch engagieren, gute Vorbereitung ist der Garant für den Erfolg im Einsatz. Dazu gehört nicht nur das passende Material wie etwa eine persönliche Schutzausrüstung, sondern auch eine umfassende Ausbildung. Auf dass sich die Helfer an der Einsatzstelle zurechtfinden, Sicherheit in der Erfüllung ihrer Aufgabe haben und stets unverletzt wieder nach Hause zurückkehren.

Neben den regelmäßig stattfindenden Dienstabenden bietet der ASB seinen Helferinnen und Helfern daher auch verschiedene Lehrgänge an - natürlich kostenfrei -, um sie auf den Ernstfall vorzubereiten. Vor nicht allzu langer Zeit, nämlich Anfang März, schlossen dreizehn Samariter erfolgreich den Sanitätshelferlehrgang, kurz SHL genannt, ab und schufen damit das Fundament für ihr Engagement im Katastrophenschutz. Acht Tage verteilt auf vier Wochenenden nahm der Lehrgang in Anspruch und vermittelte den angehenden Helferinnen und Helfern die sanitätsdienstlichen Grundlagen vom Erfassen der Vitalwerte über die Durchführung einer Reanimation bis zur Versorgung von Wunden aller Art. Fünf Prüfungen mussten dabei absolvierten werden, bis man das begehrte Zeugnis schlussendlich in Händen hielt.

Keine Frage, das ist anstrengend. Und dazu noch vier Wochenenden „opfern“, trotzdem man Werktags arbeiten muss? Leicht fällt das nicht. Dennoch haben die Lehrgangsteilnehmerinnen zusammen mit ihren Ausbildern diese Herausforderung gemeistert, womit sie - fast nebenbei - auch zwei der wichtigsten Qualitäten unter Beweis stellten, die es im Katastrophenschutz braucht: Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Denn darauf kommt es am Ende an, nicht auf Kraft in den Armen oder allumfassende Kenntnisse. Nur wer bei Alarmierung auf dem Hof steht, den können die Führungskräfte tatsächlich auch einsetzen.

Neben dem Zeugnis wird den Helferinnen und Helfern noch etwas an die Hand gegeben: Kameradschaft. Wenig schweißt ein Team so stark zusammen wie eine gemeinsam bestandene Prüfung. Man lernt sich kennen, die Stärken und Schwächen des anderen und kann so im Einsatz nicht nur die Betroffenen, sondern auch einander unterstützen.

Wir vom ASB gratulieren den dreizehn Sanitätshelferinnen und Sanitätshelfern zum erfolgreichen Lehrgangsabschluss und sagen Danke für euer Engagement. Auf das wir noch viele Jahre gemeinsam üben, lernen, Spaß haben und in der Not helfen können.