Notfallvorsorge: vorbereitet sein, wenn es ernst wird
Kostenfreie Lehrgänge zur Notfallvorsorge – als offener Termin bei uns im Haus für alle, die einzeln teilnehmen möchten, oder als Lehrgang bei Ihnen vor Ort für Vereine, Einrichtungen, Unternehmen und Gruppen. Alle sieben Module im Auftrag des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

Ohne netzunabhängige Lampe wird es schnell zappenduster.
Foto: ASB/K. MaibaumOffene Termine bei uns im Haus
Modul 2 – Vorbeugung und Reaktion in Notlagen, bei uns im Haus im Brückes 23 in Bad Kreuznach. Sie melden sich einzeln an, ohne Gruppe, ohne Gebühr – ein Abend, danach wissen Sie, was in Ihrem Haushalt zu tun ist.
Vier Dinge, die jeder Haushalt regeln kann
Sie kosten wenig Zeit und machen im Ernstfall den Unterschied.
Illustrationen: ASB/K. Maibaum
Was in welcher Lage zählt
Drei Lagen, die im Landkreis Bad Kreuznach realistisch sind – und was jeweils vorher geklärt sein sollte.

Illustration: ASB/K. Maibaum
Hochwasser und Starkregen
Wer in einem gefährdeten Bereich wohnt, sollte wissen, welche Räume zuerst volllaufen und was dort nicht stehen sollte. Wichtige Dokumente und Erinnerungsstücke gehören nach oben, nicht in den Keller. Rückstauklappen und Pumpen prüft man im Trockenen, nicht bei Starkregen. Und im Ernstfall gilt: keine überfluteten Keller betreten, dort steht möglicherweise Strom im Wasser.
Stromausfall
Fällt der Strom länger aus, fällt meist das Mobilfunknetz mit, oft auch Heizung und in höheren Gebäuden die Wasserversorgung. Ein batteriebetriebenes Radio ist dann der zuverlässigste Weg zu offiziellen Informationen. Wer auf medizinische Geräte mit Stromanschluss angewiesen ist, sollte vorher mit dem Hausarzt klären, was im Ausfall zu tun ist – und die Nachbarschaft einweihen.
Unwetter und Hitze
Bei Sturm gehört alles Lose vom Balkon und aus dem Garten, und man bleibt drinnen, bis er durch ist. Hitzewellen sind die unterschätzte Lage: Sie kommen langsam, treffen alte Menschen hart und werden oft nicht als Notlage erkannt. Wer allein lebende Nachbarn kennt, sollte an heißen Tagen nachfragen. Warnungen erreichen Sie über die Warn-Apps des Bundes und über den Rundfunk.
Sie sind eine Gruppe?
Lehrgang bei Ihnen vor Ort
Wir kommen zu Ihnen
Verein, Kita, Schule, Betrieb, Kirchengemeinde, Feuerwehr, Nachbarschaft: Wir richten den Lehrgang nach Ihrer Gruppe aus und bringen Ausbilderinnen, Material und Organisation mit. Sie brauchen nur einen Raum – und wenn Sie keinen haben, kommen Sie zu uns. Auch das ist kostenfrei, für die Teilnehmenden und für Sie.
Unsere Lehrgänge: sieben Module
Wir bieten alle Module des Programms „Erste Hilfe mit Selbstschutzinhalten“ an, das die Hilfsorganisationen – ASB, DLRG, DRK, Johanniter und Malteser – im Auftrag des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) anbieten, finanziert aus Fördermitteln des Bundesministeriums des Innern. Die Module sind einzeln buchbar und lassen sich an Ihre Gruppe anpassen. Für Teilnehmende sind sie kostenfrei.
Klappen Sie auf, was zu Ihrer Gruppe passt.
Für Kinder – Modul 1
Sicherheit und Erste Hilfe für Kinder. Spielerisch lernen Kinder, einen Notfall zu erkennen, Hilfe zu holen und einfache Maßnahmen selbst durchzuführen. Für Kinder ab dem fünften Lebensjahr bis zum Ende der vierten Klasse – also für Kitas, Grundschulen und Elternabende. Rund 2 Unterrichtseinheiten.
Für alle ab 10 Jahren – Modul 2 und 3
Modul 2: Vorbeugung und Reaktion in Notlagen. Der praktische Umgang mit Notlagen: Bevorratung, Notgepäck, Verhalten bei Stromausfall, Extremwetter und Versorgungsengpässen, Nachbarschaftshilfe und die Hilfestrukturen im Landkreis. Rund 3 Unterrichtseinheiten, etwa zweieinhalb Stunden – passt gut in einen Vereinsabend oder eine Bürgerversammlung. Dieses Modul schreiben wir auch als offenen Termin bei uns im Haus aus – siehe oben.
Modul 3: Medizinische Erstversorgung. Erste Hilfe, wenn professionelle Hilfe länger braucht: lebensbedrohliche Verletzungen erkennen und versorgen, mehrere Betroffene ordnen, mit improvisiertem Material arbeiten, psychische Erste Hilfe. Rund 6 Unterrichtseinheiten, etwa viereinhalb Stunden, stark übungsorientiert.
Rund um Pflege – Modul 4 und 5
Modul 4: Private Begleitung von Menschen mit Pflegebedarf. Für pflegende Angehörige – auch solche, die es erst werden –, für Menschen mit eigenem Pflegebedarf und für alle, die in der Nachbarschaft unterstützen. Wie sorge ich vor, wenn eine außergewöhnliche Notlage einen pflegebedürftigen Menschen trifft – und wie halte ich das selbst durch? Themen sind Bevorratung, Vorsorge für Stromausfälle und Engpässe, transportfähige Unterlagen, Notfallausrüstung, Erste Hilfe und psychosoziale Unterstützung. Rund 6 Unterrichtseinheiten. Mit unserer Sozialstation haben wir hier viel Erfahrung im Haus.
Modul 5: Professionelle Pflege im Zivilschutz und Katastrophenfall. Für Mitarbeitende in ambulanten, teilstationären und stationären Pflegeeinrichtungen, für Pflegefachkräfte und für Auszubildende an Pflegefachschulen. Es geht um die Frage, wie die Versorgung weitergeht, wenn der Strom länger ausfällt, Wege blockiert sind oder Nachschub fehlt: Notfallvorsorge im Dienst, Bevorratung, transportfähige Unterlagen, Kommunikation, die Angst nimmt statt sie zu verstärken, und der Umgang mit Hilfe von außen. Rund 6 Unterrichtseinheiten einschließlich der einschlägigen Erste-Hilfe-Inhalte.
Für Pflegedienste und Einrichtungen
Ihr Krisenkonzept liegt in der Schublade. Weiß Ihr Team, was drinsteht?
Die Maßstäbe und Grundsätze nach § 113 SGB XI, seit 1. Juli 2026 in neuer Fassung, verlangen beides: ein mit der Gefahrenabwehrbehörde abgestimmtes Konzept – und Mitarbeitende, die es kennen. Modul 5 ist der Termin dafür. Sechs Unterrichtseinheiten, kostenfrei, bei Ihnen im Haus. Danach weiß Ihre Frühschicht, was sie tut, wenn morgens der Strom weg ist und das Handynetz mit.
Für Unternehmen, Behörden und Institutionen – Modul 6
Förderung des Selbstschutzes in Unternehmen, Behörden und Institutionen. Für alle, die in einer Organisation etwas in Bewegung setzen können: Leitung, Führungskräfte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Betriebssanitäterinnen und Betriebssanitäter, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren. Wie bereitet sich ein Betrieb auf Krisen vor, welche Ausfälle sind zu erwarten, was muss vorher entschieden sein? Rund 4 Unterrichtseinheiten – ein Format für Leitungsrunden und Betriebsversammlungen.
Für Menschen mit Migrationserfahrung – Modul 7
Wer neu in Deutschland ist, kennt das Hilfeleistungssystem oft nicht: Wer kommt bei welchem Notruf, was macht die Feuerwehr, was der Rettungsdienst, was passiert bei einer Warnung? Dieses Modul erklärt es – Grundlage dafür, im Notfall überhaupt Hilfe holen zu können. Rund 4 Unterrichtseinheiten, ab der dritten Klasse, gut mit anderen Modulen kombinierbar.
Lehrgang für unsere Gruppe anfragen
Häufige Fragen
Was bedeutet Resilienz?
Gemeint ist die Widerstandsfähigkeit – die Fähigkeit, in einer Krise handlungsfähig zu bleiben und danach wieder in den Alltag zurückzufinden. Das gilt für einzelne Menschen genauso wie für eine Nachbarschaft, einen Verein oder eine Gemeinde. Resilienz ist nichts, was man hat, sondern etwas, das man vorher aufbaut.
Was ist Selbstschutz?
Alles, was Sie selbst tun können, bevor und bis professionelle Hilfe da ist: Erste Hilfe leisten, sich in gefährlichen Situationen richtig verhalten, Vorräte anlegen, einen Notfallplan haben und wissen, wo es Hilfe gibt. Selbstschutz ersetzt keine Rettungskräfte – er überbrückt die Zeit, bis sie kommen können.
Was ist ein Katastrophenfall?
Eine Lage, die so viele Menschen gleichzeitig betrifft, dass die alltäglichen Abläufe nicht mehr ausreichen. Die Länder können den Katastrophenfall feststellen; dann werden Behörden, Feuerwehr, Polizei und Hilfsorganisationen zentral koordiniert. Für Sie als Bürgerin oder Bürger heißt das vor allem: auf offizielle Informationen achten und Anweisungen folgen.
Was ist der Zivilschutzfall?
Der Zivilschutz ist der Schutz der Bevölkerung im Verteidigungsfall und damit Aufgabe des Bundes – im Unterschied zum Katastrophenschutz, der bei den Ländern und Landkreisen liegt. Die Fähigkeiten, die dafür gebraucht werden, sind weitgehend dieselben. Deshalb wird die Ausbildung in Erster Hilfe mit Selbstschutzinhalten aus Fördermitteln des Bundesministeriums des Innern finanziert und vom BBK verantwortet.
Lehrgang anfragen
Für Teilnehmende kostenfrei. Schreiben Sie uns kurz, wir melden uns und planen gemeinsam Termin, Ort und Umfang.
E-Mail oder Telefon – eines genügt.

