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Krisenvorsorge

Notfallvorsorge: vorbereitet sein, wenn es ernst wird

Kostenfreie Lehrgänge zur Notfallvorsorge – als offener Termin bei uns im Haus für alle, die einzeln teilnehmen möchten, oder als Lehrgang bei Ihnen vor Ort für Vereine, Einrichtungen, Unternehmen und Gruppen. Alle sieben Module im Auftrag des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

Eine dunkle Szene, mehrere Biberaugen sind zu sehen. Schemenhaft kann man erkennen, dass die Biber am Esstisch in der dunklen Wohnung sitzen.

Ohne netzunabhängige Lampe wird es schnell zappenduster.

Foto: ASB/K. Maibaum

Ein mehrtägiger Stromausfall, ein Unwetter, ein Hochwasser: Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie schnell gewohnte Abläufe unterbrochen sind. Und wie viel davon abhängt, ob Menschen wissen, was dann zu tun ist.

Rettungskräfte können bei großflächigen Lagen nicht überall gleichzeitig sein. In den ersten Stunden zählt deshalb, was Nachbarschaften selbst können. Genau dafür gibt es unsere kostenfreien Lehrgänge zur Notfallvorsorge – angeboten im Auftrag des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), für Teilnehmende ohne Gebühr.

Offene Termine bei uns im Haus

Modul 2 – Vorbeugung und Reaktion in Notlagen, bei uns im Haus im Brückes 23 in Bad Kreuznach. Sie melden sich einzeln an, ohne Gruppe, ohne Gebühr – ein Abend, danach wissen Sie, was in Ihrem Haushalt zu tun ist.

Vier Dinge, die jeder Haushalt regeln kann

Sie kosten wenig Zeit und machen im Ernstfall den Unterschied.

Illustration: Ein Biber schiebt einen überladenen Einkaufswagen mit Nudeln und Toilettenpapier durch den Supermarkt.

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Vorräte für einige Tage

Lebensmittel und Trinkwasser für mehrere Tage, dazu die Medikamente, die regelmäßig gebraucht werden. Wichtig ist nicht der große Keller, sondern dass der Vorrat zum Haushalt passt und regelmäßig verbraucht und ersetzt wird. Konkrete Mengenangaben und eine Einkaufsliste stellt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe bereit.

Illustration: Ein Biber trägt ein batteriebetriebenes Kofferradio mit ausgezogener Antenne.

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Wenn der Strom ausfällt

Ohne Strom fällt meist auch das Mobilfunknetz aus, oft die Heizung, in Hochhäusern die Wasserversorgung. Wer eine Lichtquelle ohne Netz hat, eine Möglichkeit zu kochen und ein batteriebetriebenes Radio, kommt deutlich ruhiger durch die Nacht. Das Radio ist dabei kein Nostalgie-Tipp: Über den Rundfunk erreichen Behörden die Bevölkerung auch dann noch, wenn sonst nichts mehr geht.

Illustration: Ein Biber steht neben einem gepackten Notfallrucksack.

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Notgepäck und Dokumente

Bei Hochwasser oder einem Bombenfund muss eine Wohnung manchmal binnen einer Stunde verlassen werden. Wer vorher überlegt hat, was in eine Tasche gehört – Medikamente, Ausweise, Ladekabel, etwas zum Wechseln – muss in dem Moment nicht nachdenken. Kopien der wichtigsten Dokumente gehören an einen zweiten Ort.

Illustration: Ein Biber bringt einer älteren Nachbarin einen Korb mit Lebensmitteln an die Wohnungstür.

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Die Nachbarschaft kennen

Das Wirksamste kostet gar nichts: zu wissen, wer im Haus oder in der Straße auf Hilfe angewiesen ist. Wer allein lebt, wer schlecht zu Fuß ist, wer ein Gerät braucht, das Strom benötigt. Diese Absprache trifft man vorher, nicht im Dunkeln.

Illustrationen: ASB/K. Maibaum

Vorsorge ist nicht Hamstern. Es geht nicht um den vollen Keller, sondern um einen Vorrat, der zum Haushalt passt.

Ausführliche Checklisten mit konkreten Mengen finden Sie beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Wir bringen das Wissen in Ihre Gemeinde, Ihren Verein oder Ihre Einrichtung – mit Übungen und Zeit für Fragen.

Was in welcher Lage zählt

Drei Lagen, die im Landkreis Bad Kreuznach realistisch sind – und was jeweils vorher geklärt sein sollte.

Illustration: Ein Haus steht im Hochwasser, ein Biber schaut aus dem Fenster, vor der Tür liegen Sandsäcke.
Was vorher geklärt ist, entscheidet, wie glimpflich so eine Lage ausgeht.
Illustration: ASB/K. Maibaum

Hochwasser und Starkregen

Wer in einem gefährdeten Bereich wohnt, sollte wissen, welche Räume zuerst volllaufen und was dort nicht stehen sollte. Wichtige Dokumente und Erinnerungsstücke gehören nach oben, nicht in den Keller. Rückstauklappen und Pumpen prüft man im Trockenen, nicht bei Starkregen. Und im Ernstfall gilt: keine überfluteten Keller betreten, dort steht möglicherweise Strom im Wasser.

Stromausfall

Fällt der Strom länger aus, fällt meist das Mobilfunknetz mit, oft auch Heizung und in höheren Gebäuden die Wasserversorgung. Ein batteriebetriebenes Radio ist dann der zuverlässigste Weg zu offiziellen Informationen. Wer auf medizinische Geräte mit Stromanschluss angewiesen ist, sollte vorher mit dem Hausarzt klären, was im Ausfall zu tun ist – und die Nachbarschaft einweihen.

Unwetter und Hitze

Bei Sturm gehört alles Lose vom Balkon und aus dem Garten, und man bleibt drinnen, bis er durch ist. Hitzewellen sind die unterschätzte Lage: Sie kommen langsam, treffen alte Menschen hart und werden oft nicht als Notlage erkannt. Wer allein lebende Nachbarn kennt, sollte an heißen Tagen nachfragen. Warnungen erreichen Sie über die Warn-Apps des Bundes und über den Rundfunk.

Sie sind eine Gruppe?

Lehrgang bei Ihnen vor Ort

Wir kommen zu Ihnen

Verein, Kita, Schule, Betrieb, Kirchengemeinde, Feuerwehr, Nachbarschaft: Wir richten den Lehrgang nach Ihrer Gruppe aus und bringen Ausbilderinnen, Material und Organisation mit. Sie brauchen nur einen Raum – und wenn Sie keinen haben, kommen Sie zu uns. Auch das ist kostenfrei, für die Teilnehmenden und für Sie.

Lehrgang anfragen

Unsere Lehrgänge: sieben Module

Wir bieten alle Module des Programms „Erste Hilfe mit Selbstschutzinhalten“ an, das die Hilfsorganisationen – ASB, DLRG, DRK, Johanniter und Malteser – im Auftrag des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) anbieten, finanziert aus Fördermitteln des Bundesministeriums des Innern. Die Module sind einzeln buchbar und lassen sich an Ihre Gruppe anpassen. Für Teilnehmende sind sie kostenfrei.

Was es Sie als Organisator kostet: nichts

Kostenfrei für die Teilnehmenden. Keine Kursgebühr, keine Anmeldegebühr.

Kostenfrei auch für Sie. Sie bekommen keine Rechnung und zahlen keine Kostenbeteiligung. Wir bieten die Lehrgänge im Auftrag des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) an; finanziert werden sie aus Fördermitteln des Bundesministeriums des Innern.

Wir brauchen von Ihnen nur einen Raum, der zur Gruppengröße passt – Vereinsheim, Gemeindesaal, Aufenthaltsraum, Schulungsraum im Betrieb.

Und wenn Sie keinen haben, kommen Sie zu uns. Wir stellen unsere eigenen Schulungsräume im Brückes 23 in Bad Kreuznach zur Verfügung. Ausbilderinnen und Ausbilder, Material und Organisation bringen wir ohnehin mit.

Klappen Sie auf, was zu Ihrer Gruppe passt.

Für Kinder – Modul 1

Sicherheit und Erste Hilfe für Kinder. Spielerisch lernen Kinder, einen Notfall zu erkennen, Hilfe zu holen und einfache Maßnahmen selbst durchzuführen. Für Kinder ab dem fünften Lebensjahr bis zum Ende der vierten Klasse – also für Kitas, Grundschulen und Elternabende. Rund 2 Unterrichtseinheiten.

Für alle ab 10 Jahren – Modul 2 und 3

Modul 2: Vorbeugung und Reaktion in Notlagen. Der praktische Umgang mit Notlagen: Bevorratung, Notgepäck, Verhalten bei Stromausfall, Extremwetter und Versorgungsengpässen, Nachbarschaftshilfe und die Hilfestrukturen im Landkreis. Rund 3 Unterrichtseinheiten, etwa zweieinhalb Stunden – passt gut in einen Vereinsabend oder eine Bürgerversammlung. Dieses Modul schreiben wir auch als offenen Termin bei uns im Haus aus – siehe oben.

Modul 3: Medizinische Erstversorgung. Erste Hilfe, wenn professionelle Hilfe länger braucht: lebensbedrohliche Verletzungen erkennen und versorgen, mehrere Betroffene ordnen, mit improvisiertem Material arbeiten, psychische Erste Hilfe. Rund 6 Unterrichtseinheiten, etwa viereinhalb Stunden, stark übungsorientiert.

Rund um Pflege – Modul 4 und 5

Modul 4: Private Begleitung von Menschen mit Pflegebedarf. Für pflegende Angehörige – auch solche, die es erst werden –, für Menschen mit eigenem Pflegebedarf und für alle, die in der Nachbarschaft unterstützen. Wie sorge ich vor, wenn eine außergewöhnliche Notlage einen pflegebedürftigen Menschen trifft – und wie halte ich das selbst durch? Themen sind Bevorratung, Vorsorge für Stromausfälle und Engpässe, transportfähige Unterlagen, Notfallausrüstung, Erste Hilfe und psychosoziale Unterstützung. Rund 6 Unterrichtseinheiten. Mit unserer Sozialstation haben wir hier viel Erfahrung im Haus.

Modul 5: Professionelle Pflege im Zivilschutz und Katastrophenfall. Für Mitarbeitende in ambulanten, teilstationären und stationären Pflegeeinrichtungen, für Pflegefachkräfte und für Auszubildende an Pflegefachschulen. Es geht um die Frage, wie die Versorgung weitergeht, wenn der Strom länger ausfällt, Wege blockiert sind oder Nachschub fehlt: Notfallvorsorge im Dienst, Bevorratung, transportfähige Unterlagen, Kommunikation, die Angst nimmt statt sie zu verstärken, und der Umgang mit Hilfe von außen. Rund 6 Unterrichtseinheiten einschließlich der einschlägigen Erste-Hilfe-Inhalte.

Für Pflegedienste und Einrichtungen

Ihr Krisenkonzept liegt in der Schublade. Weiß Ihr Team, was drinsteht?

Die Maßstäbe und Grundsätze nach § 113 SGB XI, seit 1. Juli 2026 in neuer Fassung, verlangen beides: ein mit der Gefahrenabwehrbehörde abgestimmtes Konzept – und Mitarbeitende, die es kennen. Modul 5 ist der Termin dafür. Sechs Unterrichtseinheiten, kostenfrei, bei Ihnen im Haus. Danach weiß Ihre Frühschicht, was sie tut, wenn morgens der Strom weg ist und das Handynetz mit.

Für Unternehmen, Behörden und Institutionen – Modul 6

Förderung des Selbstschutzes in Unternehmen, Behörden und Institutionen. Für alle, die in einer Organisation etwas in Bewegung setzen können: Leitung, Führungskräfte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Betriebssanitäterinnen und Betriebssanitäter, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren. Wie bereitet sich ein Betrieb auf Krisen vor, welche Ausfälle sind zu erwarten, was muss vorher entschieden sein? Rund 4 Unterrichtseinheiten – ein Format für Leitungsrunden und Betriebsversammlungen.

Für Menschen mit Migrationserfahrung – Modul 7

Wer neu in Deutschland ist, kennt das Hilfeleistungssystem oft nicht: Wer kommt bei welchem Notruf, was macht die Feuerwehr, was der Rettungsdienst, was passiert bei einer Warnung? Dieses Modul erklärt es – Grundlage dafür, im Notfall überhaupt Hilfe holen zu können. Rund 4 Unterrichtseinheiten, ab der dritten Klasse, gut mit anderen Modulen kombinierbar.

Lehrgang für unsere Gruppe anfragen

Sie sind Bürgermeisterin, Bürgermeister oder Amtsträger?
Für Gemeinden und Verbandsgemeinden haben wir eine eigene Seite mit den Formaten, die sich in Gemeinderat und Bürgerversammlung einbinden lassen: Machen Sie Ihre Gemeinde krisenfest

Häufige Fragen

Was bedeutet Resilienz?

Gemeint ist die Widerstandsfähigkeit – die Fähigkeit, in einer Krise handlungsfähig zu bleiben und danach wieder in den Alltag zurückzufinden. Das gilt für einzelne Menschen genauso wie für eine Nachbarschaft, einen Verein oder eine Gemeinde. Resilienz ist nichts, was man hat, sondern etwas, das man vorher aufbaut.

Was ist Selbstschutz?

Alles, was Sie selbst tun können, bevor und bis professionelle Hilfe da ist: Erste Hilfe leisten, sich in gefährlichen Situationen richtig verhalten, Vorräte anlegen, einen Notfallplan haben und wissen, wo es Hilfe gibt. Selbstschutz ersetzt keine Rettungskräfte – er überbrückt die Zeit, bis sie kommen können.

Was ist ein Katastrophenfall?

Eine Lage, die so viele Menschen gleichzeitig betrifft, dass die alltäglichen Abläufe nicht mehr ausreichen. Die Länder können den Katastrophenfall feststellen; dann werden Behörden, Feuerwehr, Polizei und Hilfsorganisationen zentral koordiniert. Für Sie als Bürgerin oder Bürger heißt das vor allem: auf offizielle Informationen achten und Anweisungen folgen.

Was ist der Zivilschutzfall?

Der Zivilschutz ist der Schutz der Bevölkerung im Verteidigungsfall und damit Aufgabe des Bundes – im Unterschied zum Katastrophenschutz, der bei den Ländern und Landkreisen liegt. Die Fähigkeiten, die dafür gebraucht werden, sind weitgehend dieselben. Deshalb wird die Ausbildung in Erster Hilfe mit Selbstschutzinhalten aus Fördermitteln des Bundesministeriums des Innern finanziert und vom BBK verantwortet.

Lehrgang anfragen

Für Teilnehmende kostenfrei. Schreiben Sie uns kurz, wir melden uns und planen gemeinsam Termin, Ort und Umfang.

E-Mail oder Telefon – eines genügt.

Danke – wir melden uns!

Wer hinter den Lehrgängen steht

BBK-Förderprogramm Ausbildung in Erster Hilfe mit Selbstschutzinhalten (EHSH)

BBK-Förderprogramm Ausbildung in Erster Hilfe mit Selbstschutzinhalten (EHSH)

Die Ausbildung in Erster Hilfe mit Selbstschutzinhalten (EHSH) ist ein Förderprogramm des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zur Steigerung der Selbsthilfefähigkeit der Bevölkerung. Es wird durch die deutschen Hilfsorganisationen umgesetzt und aus Fördermitteln des Bundesministeriums des Innern und für Heimat (BMI) finanziert.

Das heißt für Sie: Was wir hier anbieten, ist kein Kursprogramm, das wir uns ausgedacht haben. Die Inhalte sind bundesweit einheitlich abgestimmt und werden von ASB, DLRG, DRK, Johannitern und Maltesern gemeinsam getragen. Wir bringen sie in den Landkreis Bad Kreuznach – mit Ausbilderinnen und Ausbildern, die hier zu Hause sind und die örtlichen Hilfestrukturen kennen.

www.bbk.bund.de > EHSH  ·  asb.de/krisenvorsorge