Letzte Wünsche wagen

Wenn das Leben sich dem Ende zuneigt, treten oftmals unerfüllte Träume in den Vordergrund. Doch gerade schwerstkranke Menschen sind häufig nicht mehr in der Lage, sich auf den Weg zu machen, um Versäumtes nachzuholen.Genau hier setzt der Wünschewagen an.

Feierlich wurde am 12. Januar im Kurfürstlichen Schloss zu Mainz der Wünschewagen Rheinland-Pfalz von seiner Schirmherrin, Ministerpräsidentin Malu Dreyer, eingeweiht. Bereits vor Projektstart gab es erste Anfragen an den ASB Rheinland-Pfalz. So erfüllte die Pilotfahrt – noch mit einem herkömmlichen Krankenwagen – den Herzenswunsch einer schwerstkranken Hospizbewohnerin, noch einmal den FCK im Stadion in Kaiserslautern zu erleben.

Fortan wird ein speziell zu diesem Zweck konzipierter Kranken­transportwagen sowohl für die beste medizinische Ausstattung als auch für eine angenehme Atmosphäre für den Fahrgast und seine Begleitung während der Reise sorgen.

Finanziert durch Spenden

Der Wünschewagen finanziert sich ausschließlich aus Spenden- und Sponsorenmitteln sowie über freiwillige Mitarbeit und ASB-eigenmittel. Das oberste Ziel: Die Reise mit dem Wünschewagen soll für alle Fahrgäste kostenfrei sein und bleiben. Um dies und das hohe Niveau der Betreuung jederzeit gewährleisten zu können ist eine finanzielle Unterstützung jederzeit willkommen. Hieraus werden neben der Anschaffung und Ausstattung der Fahrzeuge auch Schulungen und Weiterbildungen der ehrenamtlichen Kräfte bezahlt. Neben privaten Spendern sind auch Unternehmen eingeladen, sich über ein Sponsoring oder eine Spende daran zu beteiligen, letzte Wünsche wahr werden zu lassen.

Der ASB-Wünschewagen ist nun auch in Rheinland-Pfalz unterwegs, um sterbenskranken Menschen einen letzten, großen Wunsch zu erfüllen. In einem Video des ASB Bundesverband begleiten wir eine solche Fahrt.

Getragen durch das Ehrenamt

Die verantwortungsvolle, ethisch und psychologisch anspruchsvolle Form der Begleitung und Betreuung von schwerstkranken Menschen stellt hohe Anforderungen an alle beteiligten Personen. Daher freuen wir uns, ehrenamtliche Helferinnen und Helfer aus den Bereichen Gesundheit und Pflege, Psychologie, Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei zu unserem Team zählen zu dürfen. Sie alle erhalten bereits ein wertvolles Dankeschön für ihr Engagement: Leuchtende Augen bei den Fahr­gästen und die Gewissheit, Menschen in einer scheinbar ausweglosen Situation Momente des Glücks und der Freude zu bereiten.

Aufgrund der stetig steigenden Nachfrage und der geplanten Ausweitung des Projekts auf ganz Deutschland sind neue Kolleginnen und Kollege, die sich ehrenamtlich engagieren möchten, jederzeit herzlich willkommen.