Einsatz für die Hundeführer

Die Mitglieder der Rettungshundestaffel des ASB Bad Kreuznach trainierten im Rahmen einer realitätsnahen Einsatzübung ihre sanitätsdienstlichen Fähigkeiten.

  • Sturm "Michael" hatte eine Gruppe Jugendlicher im Wald zerstreut; - so das fiktive Szenario.
    Foto: ASB/M.Plautz
  • Wo sonst die Hunde den Ernstfall trainieren, übten diesmal nur die Hundeführer.
    Foto: ASB/M.Plautz
  • Die geschminkten Verletzungen der Mimen wirkten täuschend echt.
    Foto: ASB/M.Plautz

Am Sonntag, den 21. Januar, stand für die Mitglieder der Rettungshundestaffel des ASB Bad Kreuznach die erste Schwerpunktfortbildung auf dem Trainingsplan. Wo sonst mit den Hunden das Suchen vermisster Personen geübt wird, waren die Hundeführer*innen nun selbst gefragt, ihre sanitätsdienstlichen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.

Nach einem Materialcheck einschließlich der Ergänzung womöglich fehlender Ausrüstungsteile - wie es vor jedem Einsatz üblich ist - folgten als Trockenübung die Grundlagen der Diagnostik wie auch eine Wiederholung verschiedener, notfallmedizinischer Schemata, die dem Helfer im Zuge der Erstversorgung wichtige Informationen zum Zustand des Patienten liefern.

Anschließend hieß es für die 14 Teilnehmer*innen, zu einem Übungseinsatz auszurücken. Sturm "Michael" hatte am Vorabend eine Gruppe Jugendlicher im Wald auf dem Bad Kreuznacher Kuhberg überrascht und zerstreut. Seither galten die Jugendlichen als vermisst, so das fiktive Szenario. Zunächst lautete der Auftrag für die Hundeführer*innen, einen Rettungspunkt im Wald beim Schäferplacken anzufahren. Hier kämen im tatsächlichen Einsatz sodann die Hunde mit ihren feinen Nasen zum Zuge. Da sich die Fortbildung jedoch auf die Zweibeiner konzentrierte, begann die eigentliche Übung in diesem Fall mit der Versorgung der rasch aufgefundenen Patienten.

Eine Fülle realitätsnaher Fallbeispiele erwartete die Hundeführer*innen am Einsatzort, darunter mehrere unterkühlte Jugendliche, die etwa hinter einer Baumwurzel Schutz gesucht hatten. Als weitere Herausforderung kam ein "Zufallsfund" hinzu, denn unter einem umgestürzten Baum stieß man auf einen eingeklemmten Jäger mit gebrochenem Arm. Er war von seinem Hochsitz gestürzt.
Als wäre all dies nicht genug, galt es noch einen Patienten zu versorgen, den ein schwerer Ast am Kopf getroffen hatte und dem darüber hinaus ein Aststück als Fremdkörper in der Schulter steckte. Auch die Feuerwehr assistierte bei der Befreiung eines eingeklemmten Jugendlichen. Unterdessen verlangte ein aggressiver, weil unterzuckerter Patient einiges verbales Fingerspitzengefühl vom Trainer der Rettungshundestaffel.

Neben der korrekten Diagnostik und Erstversorgung standen als weitere Themenschwerpunkte der Umgang mit Karte und Funkgeräten als auch die Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst und anderen Fachkräften wie der Feuerwehr im Fokus der ganztätigen Fortbildung.

Ein besonderer Dank geht an Matthias Plautz, Ausbilder Katastrophenschutz beim ASB Bad Kreuznach, und drei Mitglieder der Arbeiter-Samariter-Jugend, kurz ASJ, die das Übungsszenario als Mimen unterstützten.