Acht Geflüchtete zu Sanitätshelfern ausgebildet

Vom Rettungsdienst bis zum Seniorenheim - mit dem erfolgreichen Abschluss des Sanitätshelferlehrgangs erhielten acht Geflüchtete das nötige Handwerkszeug für ihren Freiwilligendienst.

Die frisch gebackenen Sanitätshelfer und ihre Ausbilder nach der Urkundenübergabe.
Foto: ASB/K.Dingebauer

Die Freude und auch eine Spur Stolz war den acht Teilnehmern bei der Urkundenübergabe nach der Abschlussprüfung zum Sanitätshelfer anzusehen: Die Freiwilligen mit Fluchterfahrung haben alle bestanden und sind nun ausgebildete Sanitätshelfer. Die Gruppe setzt sich aus sieben jungen Menschen aus Syrien und einem jungen Mann aus Afghanistan im Alter zwischen 21 und 30 Jahren zusammen, die einen Bundesfreiwilligendienst (BFD) bzw. ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) beim ASB Rheinland-Pfalz absolvieren.

Mit zahlreichen Bildern und Schritt für Schritt führte Lehrgangsleiter Matthias Plautz vom ASB Bad Kreuznach den speziell für diese Zielgruppe konzipierten Unterricht durch. Insgesamt 48 Unterrichtsstunden beinhaltete der Ausbildungsplan. „Matthias hat alles sehr gut erklärt, so dass es leicht zu verstehen war", berichtet Hasan, 21, aus Syrien. Die Prüfung bestand aus einem praktischen und einem schriftlichen Teil. Auch eine Einweisung am Defibrillator sowie die Möglichkeiten zur Wiederbelebung wurden besprochen.

Ausgebildete Helfer im Rettungsdienst

Für fünf der Kursteilnehmer war das Seminar Bestandteil ihres Bundesfreiwilligendienstes im Rettungsdienst. Darunter ein Freiwilliger vom ASB Pirmasens, der bereits seit September im Einsatz ist, sowie vier weitere syrische Freiwillige, die am 1. Januar 2018 beim ASB Saarland starteten. Zu diesen sind noch vier der Freiwilligen seit Dezember 2017 an der Universitätsklinik Mainz, sowie im ASB Seniorenzentrum Mainz und im ASB Seniorenzentrum Mainz-Budenheim tätig.

Sie sind bereits die zweite Gruppe von Freiwilligen mit Fluchterfahrung, die beim ASB Rheinland-Pfalz einen Freiwilligendienst absolviert.