Persönlicher Einsatz zählte

Die Jugendfeuerwehr und der Rettungsdienst des Arbeiter-Samariter-Bunds stellten sich gemeinsam einem fiktiven Baggerbrand im Steinbruch bei Neu-Bamberg.

  • Rettungsdienst und Jugendfeuerwehr versorgen den Verletzten gemeinsam.
    Foto: ASB/F.Klamt
  • Übergabe an den Rettungsdienst.
    Foto: ASB/F.Klamt
  • Das Löschwasser wurde aus einem See an der Steinbruchsohle entnommen.
    Foto: ASB/F.Klamt
  • Insgesamt sieben Fahrzeuge waren am Übungseinsatz beteiligt.
    Foto: ASB/F.Klamt
  • Die Übung war für die Jugendlichen auch körperlich herausfordernd.
    Foto: ASB/F.Klamt
  • Die Einsatzstelle im Steinbruch bei Neu-Bamberg.
    Foto: ASB/F.Klamt
  • Der Brandherd wurde von zwei Seiten in die Zange genommen.
    Foto: ASB/F.Klamt
  • Von den Sanitätern lernten die Jugendlichen noch manches über Erste-Hilfe.
    Foto: ASB/F.Klamt
  • Der Verletzte wird in den Notfallkrankentransportwagen (NKTW) verladen.
    Foto: ASB/F.Klamt
  • Nach der Übung ist vor der Übung. Deshalb alles wieder einräumen.
    Foto: ASB/F.Klamt

Auf dem Gelände der Firma Basalt AG zwischen Neu-Bamberg und Frei-Laubersheim übten die Jugendfeuerwehr der Verbandsgemeinde Bad Kreuznach und der Rettungsdienst des Arbeiter-Samariter-Bunds (ASB) Bad Kreuznach am Freitagabend, den 29. September, gemeinsam den Ernstfall. Kurz nach 18 Uhr ging die fiktive Alarmierung bei den wartenden Rettungskräften ein und informierte über eine unklare Rauchentwicklung in dem großen Steinbruch. Sofort setzte sich der erste Löschzug bestehend aus einem Einsatzleitwagen und einem Löschfahrzeug in Marsch, um die Lage vor Ort zu erkunden. Das auf die Jugendlichen wartende Szenario umfasste einen brennenden Kleinbagger, dessen Flammen sich bis auf einen mit Gasflaschen beladenen Anhänger ausgebreitet hatten, und den vermissten Fahrer des Baggers.

Da die Lage mit nur einem Löschfahrzeug nicht zu bewältigen war, wurden zügig weitere Kräfte nachalarmiert, wozu neben zwei zusätzlichen Löschfahrzeugen auch ein Rüstwagen der Feuerwehr sowie der Notfallkrankentransportwagen (NKTW) des ASB gehörten. Insgesamt waren somit sieben Fahrzeuge und dreißig Rettungskräfte am Übungseinsatz beteiligt, davon 22 Jugendliche. Trotz dieser beachtlichen Zahl stellte die Übung eine echte Herausforderung dar, denn während Suchtrupps ausschwärmten, um den vermissten Fahrer zu finden, musste parallel die Wasserversorgung aus dem in der Sohle des Steinbruchs gelegenen See aufgebaut werden. Zudem erforderte es die nahende Dunkelheit, die Einsatzstelle weiträumig auszuleuchten.

Eine Fülle von Aufgaben, denen sich die Jugendlichen jedoch erfolgreich stellten. So brachte ein Löschangriff von mehreren Seiten den Brandherd rasch unter Kontrolle. Auch die Suchtrupps konnten den vermissten Fahrer zeitnah ausfindig machen und ihn gemeinsam mit den Sanitätern des ASB-Rettungsdienstes versorgen. Denn zu den Pflichten der Feuerwehr gehört die Erste-Hilfe im gleichen Maße wie die Brandbekämpfung selbst.

Ihren Abschluss fand die Gemeinschaftsübung im Feuerwehrgerätehaus von Frei-Laubersheim. Jugendwart Roland Klamt dankte allen Teilnehmern für ihr Engagement, insbesondere den unterstützenden Maschinisten aus den aktiven Feuerehreinheiten, und besprach den Übungsverlauf gemeinsam mit den Jugendlichen. Zwar war dieser nicht ohne Fehler geblieben, das Hauptaugenmerk hatte sich jedoch weit mehr auf den persönlichen Einsatz jedes Einzelnen gerichtet. Nicht Perfektion war das Ziel, sondern Hingabe zur Sache. Und diese hatten alle Jugendliche unter Beweis gestellt, womit die von Helfern zwischenzeitlich vorbereiteten Hot Dogs redlich verdient waren.