Misslungene Flucht: Patientin trifft auf trainierende Rettungshundestaffel

Erst aus dem Krankenhaus selbst entlassen, dann vor dem Rettungsdienst davon gelaufen; - über die kuriose Flucht einer Patienten aus Bad Kreuznach.

Hündin Belle nimmt die Fährte auf.
Foto: ASB/D.Peters

Viel Arbeit machte eine offenbar psychisch auffällige Patientin am Dienstag, den 11. Juli. Nachdem sie sich zunächst heimlich aus dem Krankenhaus geschlichen hatte, in dem sie zur Behandlung weilte, wurde sie beim Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) vorstellig. Am Eingang erklärte sie den anwesenden Samaritern, dass sie aufgrund eines Arbeitsunfalls medizinisch betreut werden müsse. Schnell war der Rettungsdienst hinzugezogen. Dies aber schien der Dame wiederrum nicht recht zu sein, denn sie machte sich abermals aus dem Staub. Bei ihrer Flucht in Richtung Friedhof stolperte sie – im wahrsten Sinne des Wortes – über die Rettungshundestaffel des ASB, die dort gerade trainierte. Die Hundeführer konnten mit der Dame nichts anfangen und ließen sie ihres Weges ziehen. Als kurz darauf der Rettungsdienst eintraf und nach der Patientin suchte, konnte man schon einmal die Richtung weisen, die die Patientin eingeschlagen hatte. Man besann sich aber auch auf den Rempler, den es zuvor gegeben hatte: Am Schuh der angerempelten Hundeführerin musste sich demnach eine Geruchsprobe befinden. Kurzerhand wurde im Sinne einer kollegialen Unterstützung ein Hund auf diese Trainingsspur angesetzt. So konnte schon nach kurzer Zeit die Dame durch den Hund ausfindig gemacht werden. Nach medizinischer Behandlung stand ihr aber wohl nicht mehr der Sinn. Sie hatte sich in einem Café in der Nähe des Friedhofs niedergelassen.